Einen helfenden Beruf ergreifen: Sozialhelfer/-in

Sozialhelferinnen und Sozialhelfer unterstützen das Personal z. B.

  • im Krankenhaus bei den grundlegenden Betreuungsfunktionen
  • im Altenheim bei der Grundversorgung der alten Menschen
  • in Kindertageseinrichtungen bei der pädagogischen Betreuung und bei der Grundversorgung der Kinder
  • in Behinderteneinrichtungen bei den grundlegenden Betreuungsfunktionen

Die Aufgaben richten sich nach den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Institution.

Der Beruf Staatlich geprüfte Sozialhelferin bzw. Staatlich geprüfter Sozialhelfer bietet Ihnen eine Erstausbildung und bei gleichzeitigem Erwerb der Fachoberschulreife den nahtlosen Übergang z. B. in Ausbildungen zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, Altenpflegerin, Erzieherin, Heilerziehungspflegerin bzw. zum Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Erzieher, Heilerziehungspfleger.

Nach der Ausbildung zur staatlich geprüften Sozialhelferin bzw. zum staatlich geprüften Sozialhelfer können Sie sich zum Beispiel für eine weitere Ausbildung an der Fachschule (bei Fachoberschulreife) bzw. am beruflichen Gymnasium Erziehung und Soziales (bei Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk) bewerben. Nach der Feststellung der Eignung und Leistung erhalten Sie gegebenenfalls eine Zusage.

Der Bildungsgang Sozialhelfer/in enthält medizinisch/pflegerische, hauswirtschaftliche und sozialpädagogische Elemente. Entsprechend der Ausbildung kann die Sozialhelferin bzw. der Sozialhelfer in sozialpädagogischen Einrichtungen sowohl betreuende als auch grundpflegerische Aufgaben übernehmen. Dieser zweijährige Bildungsgang wird als doppelqualifizierend angesehen.

Aufnahmevoraussetzung

Vorausgesetzt wird mindestens der Hauptschulabschluss. Zusätzlich ist eine körperliche und gesundheitliche Eignung erforderlich.

Dauer und Gliederung

Zwei Jahre vollzeitschulischer Unterricht mit zahlreichen Praktika in den nachfolgend aufgeführten Bereichen.

Praktika

Während der Ausbildung werden insgesamt 16 Wochen Praktika in Block- und Tagesform in folgenden Einrichtungen organisiert in

  • Krankenhäusern
  • Altenheimen
  • Behinderteneinrichtungen
  • Ambulanter Haushaltspflege
  • Ambulanter Betreuung und Versorgung
  • Tageseinrichtungen für Kinder

Unterrichtsfächer

Berufsbezogener Bereich

  • Sozialpädagogik und Sozialpflege
  • Fachpraxis Sozialpädagogik und Sozialpflege
  • Ernährung und Hauswirtschaft
  • Praxis hauswirtschaftliche Versorgung
  • Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung
  • Mathematik
  • Englisch

Berufsübergreifender Bereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Politik/Gesellschaftslehre

Differenzierungsbereich

  • Musik, Gestaltung oder auch andere Fächer sind möglich

Qualifikation

Am Ende der Ausbildung kann der berufliche Abschluss
Staatlich geprüfte Sozialhelferin/ Staatlich geprüfter Sozialhelfer sowie die Fachoberschulreife
erlangt werden, wenn alle Voraussetzungen und Leistungen gemäß der jeweils gültigen Ausbildungs- und Prüfungsordnung erfüllt werden.

Es gelten grundsätzlich die Bestimmungen der jeweils gültigen Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg (APO-BK), hier Anlage B.

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Ausbildungsangebote

Johannes-Kessels-Akademie e. V. Gladbeck