Staatlich anerkannte Erzieherin/ staatlich anerkannter Erzieher/ Fachhochschulreife

Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre. Zwei Jahre werden die Studierenden an der Fachschule unterrichtet und in Blockpraktika (von insgesamt mindestens 16 Wochen Dauer) auf die berufliche Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung vorbereitet. Parallel zur Fachschulausbildung kann die Fachhochschulreife erworben werden.

Der Unterricht findet zum einen im fachrichtungsübergreifenden Lernbereich statt und umfasst die Fächer: Deutsch/Kommunikation, Naturwissenschaften, Politik/Gesellschaftslehre.

Zum anderen gliedert sich der fachrichtungsbezogene Lernbereich in folgende Lernfelder auf: 
1. Lernfeld: Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln;
2. Lernfeld: Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten;
3. Lernfeld: Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern;
4. Lernfeld: Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten;
5. Lernfeld: Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten;
6. Lernfeld: Übergänge unterstützen; Inklusion und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren,
sowie Katholische Religionslehre/ Religionspädagogik.

Im Differenzierungsbereich findet der Unterricht in den Fächern Mathematik, Informatik und Englisch statt.

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr konzentriert sich die Ausbildung im theoretischen und praktischen Bereich auf das pädagogische Handeln im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen. Integriert ist eine Praktikumszeit von insgesamt 16 Wochen, die in allen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, in denen Erzieher/Innen tätig sind, geleistet werden kann. Ausgenommen sind Einrichtungen mit rein heilpädagogischem Charakter.

Das zweite Ausbildungsjahr wird mit der theoretischen Prüfung abgeschlossen. Das dritte Jahr beinhaltet das Berufspraktikum. Die angehenden Erzieherinnen/Erzieher arbeiten in einer selbstgewählten sozialpädagogischen Einrichtung und werden von der Fachschule weiter betreut und in schulischen Blöcken unterrichtet. 
Die Vergütung während des Berufspraktikums richtet sich nach den tariflichen Bestimmungen.
Das Berufspraktikum endet mit der fachpraktischen Prüfung (Kolloquium). 
Der erfolgreiche Abschluss der Prüfung führt zur Berufsbezeichnung:

"Staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich anerkannter Erzieher"

Die berufliche Tätigkeit der Erzieherin/des Erziehers erstreckt sich auf sozialpädagogische Bereiche z.B. in folgenden Arbeitsfeldern:
Tageseinrichtungen für Kinder, Kinderheime, Familien, Kur- und Erholungspflege für Kinder und Freizeiteinrichtungen. Darüber hinaus ist mit der Fachhochschulreife ein Studium an Fachhochschulen und an entsprechenden sowie integrierten Bildungsgängen der Gesamthochschulen möglich. Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik:

  • Der Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife -
  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf; 
    einschlägige Ausbildungsberufe:
  • Staatl. gepr. Kinderpfleger/in
  • Staatl. gepr. Sozialhelfer/in
  • Staatl. gepr. Heilerziehungshelfer/in
  • oder ...
    eine andere Berufsausbildung, die der Weiterbildung in der sozialpädagogischen Fachrichtung dienlich ist.
  • Liegt eine Hochschulzugangsberechtigung (AHR) vor, kann eine Einzelfallentscheidung durch die Schulleitung getroffen werden. Voraussetzung für die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik ist aber zusätzlich der Nachweis einer beruflichen Tätigkeit, die den erfolgreichen Besuch des Fachschulbildungsganges erwarten lässt. Hierzu zählen z.B. die Ableistung eines sozialen Jahres, die Ableistung des Bundes Freiwilligendienstes oder einschlägige Praktika.
    Gleichwertig zu 2. ist der Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule, die erweiterte berufliche Kenntnisse und die Fachhochschulreife vermittelt oder der Abschluss der Klasse 12 der Fachoberschule.
  • Die Aufnahme in den Fachbereich Sozialwesen erfordert neben den allgemeinen Aufnahmevoraussetzungen auch den Nachweis der persönlichen Eignung, der durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses zu erbringen ist.

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Staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich anerkannter Erzieher